Gesetzliche Grundlagen

Folgende Gesetze haben Relevanz im Bereich des Freiwilligen Sozialen Jahres:

Das Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten (JFDG) legt die Grundlagen und die Ausgestaltung des Freiwilligen Sozialen Jahres fest. Hier finden Sie das Jugendfreiwilligendienstegesetz (JFDG).

Das Jugendschutzgesetz (JuSchG) sowie das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) gilt für alle beschäftigten Personen, die noch nicht 18 Jahre alt sind. Hier finden Sie das Jugendschutzgesetz (JSchG) und das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG).

 

Ferner stellen wir als Träger den Einsatzstellen das FSJ-Handbuch zur Verfügung. Hierin sind u.a. auch alle wichtigen Informationen rund um das FSJ, gesetzliche Rahmenbedingungen beschrieben:

http://www.freiwilliges-jahr.de/was-ist-fsj/infos-fuer-einsatzstellen.html

 

Unter den folgenden Abschnitten finden Sie wesentliche Punkte des Jugendarbeitsschutzgesetzes sowie des Jugendschutzgesetzes auf einen Blick zusammengefasst:

Arbeitszeiten und Ruhepausen

Arbeitszeit:
Bei der täglichen Arbeitszeit ist zu rechnen die Zeit vom Beginn bis zum Ende der täglichen Beschäftigung ohne die Ruhepausen (§ 4,1 JArbSchG). Bei Schichtzeit ist zu rechnen die tägliche Arbeitszeit unter Hinzuziehung der Ruhepausen (§ 4, II JArbSchG).Die wöchentliche Arbeitszeit ist zu rechnen von Montag bis einschließlich Sonntag (§ 4, III JArbSchG).

Ruhepausen (§11 JArbSchG):
Jugendliche müssen im Voraus feststehende Ruhepausen von angemessener Dauer gewährt werden. Die Ruhepausen müssen mindestens betragen: Bei 4,5 bis 6 Stunden Arbeitszeit - 30 Minuten Pause; bei 6 und mehr Stunden Arbeitszeit - 60 Minuten Pause. Als Ruhepause gilt nur eine Arbeitsunterbrechung von mindestens 15 Minuten frühestens eine Stunde nach Arbeitsbeginn, spätestens eine Stunde von Ende der Arbeitszeit. Nicht länger als 4,5 Stunden ohne Ruhepause.

Tägliche Freizeit (§13 JArbSchG):
Nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit dürfen Jugendliche nicht vor Ablauf einer ununterbrochenen Freizeit von mindestens 12 Stunden beschäftigt werden.

Feiertagsruhe (§18 JArbSchG):
Am 24. und 31.12. nach 14:00 Uhr  und an gesetzlichen Feiertagen dürfen Jugendliche nicht beschäftigt werden. Zulässig an gesetzlichen Feiertagen nur in Krankenhäusern, Alten-, Pflege- und Kinderheimen, ausgenommen sind allerdings der 25.12., der 1.1., am ersten Osterfeiertag und am 1. Mai. Wird ein Jugendlicher an einem gesetzlichen Feiertag beschäftigt, der auf einen Werktag fällt, ist der Jugendliche an einem anderen Arbeitstag derselben oder der folgenden Woche freizustellen. 

Dauer der Arbeitszeit:

Generell

JArbSchG

Ausnahme

JArbSchG

Von 6-20 Uhr

§ 14

In mehrschichtigen Betrieben dürfen Jugendliche über 16 Jahre bis 23:00 Uhr beschäftigt werden

§ 14, II Nr. 2

Nicht mehr als 8 Stunden täglich

§ 8, I

In Schichtdiensten darf die Arbeitszeit 10 Stunden nicht überschreiten

§12

Nicht mehr als 40 Stunden wöchentlich

§ 8, I

 

 

Jugendliche dürfen nur an fünf Tagen in der Woche beschäftigt werden

§ 15

In einem Tarifvertrag oder auf Grund eines Tarifvertrages in einer Betriebsvereinbarung kann zugelassen werden abweichend von den §§ 8, 15, 16, Abs. 3 und 4, §18 Abs. 3 die Arbeitszeit bis zu neun Stunden täglich, 44 Stunden wöchentlich und bis zu eifünfeinhalb Tagen in der Woche anders zu verteilen, jedoch nur unter Einhaltung einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden im Ausgleichszeitraum von zwei Monaten

§21 a, I

Jugendliche dürfen samstags und sonntags nicht beschäftigt werden

§ 16, I

§ 17, I

Zulässig an Samstagen und Sonntagen in Krankenhäusern sowie in Alten- und Pflege- und Kinderheimen

Allerdings: Die Fünf-Tage-Woche ist ihnen durch Freistellung an einem anderen Tag derselben Woche sicherzustellen (Je ein freier Tag für Samstag und Sonntag in derselben Arbeitswoche). Jeder zweite Sonntag soll, mindestens zwei Sonntage im Monat, müssen beschäftigungsfrei sein

§ 16, II Nr.1

§ 17, II Nr. 1

§ 16, III

§ 17, III

Soziales Miteinander

Selbstverständlich erwarten wir von allen unseren Freiwilligen ein Verhalten, das einem Sozialen Miteinander dient. Dies schließt natürlich Gewalt in jeglicher Form und Konsum von illegalen Drogen aus. Derartige Handlungen führen i.d.R. zur sofortigen Kündigung des Dienstes. Wir erwarten auch von volljährigen Freiwilligen auf den Konsum von hochprozentigen Alkoholika während der Seminare zu verzichten.

Das Jugendschutzgesetz gilt für alle Freiwilligen, die noch nicht 18 Jahre alt sind. Dies bedeutet, dass es auch in der Einsatzstelle und im Seminar bei minderjährigen Freiwilligen zu beachten ist. Die Seminarleiterinnen und Seminarleiter tragen somit die Aufsichts- und Fürsorgepflicht für die 16- bzw. 17-jährigen Freiwilligen.

Zur Orientierung die wichtigsten Aussagen aus dem Jugendschutzgesetz:

WAS

Für Jugendliche bis 18 Jahre

Tabakwaren (auch Shisha)

Kein (Ver-) Kauf; kein Konsum

Bier, Wein, Sekt, Biermischgetränk; Weinmischgetränk

(Ver-) Kauf ok; Konsum ok

Spirituosen; Spirituosenhaltige Mischgetränke

Kein (Ver-) Kauf; kein Konsum

Aufenthalt in öffentlichen Gaststätten / Besuch eines Kinos

Bis 24:00 Uhr erlaubt

Glückspiel

Nicht erlaubt

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Montag - Donnerstag8.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Freitag8.00 Uhr bis 13.00 Uhr

MARIENHAUS HOLDING GMBH Freiwilligendienste

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