„Hauptsächlich fungieren wir als Ratgeber“

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) setzt sich für Mitarbeiter zwischen 16 und 25 Jahren ein - auch um FSJler

17.10.2011

Saarlouis. „Ich habe mich eigentlich schon immer engagiert“, erzählt die 23-jährige Christina Lauterborn. Bereits während der Schulzeit war sie Klassensprecherin und heute ist die frischgebackene Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Jugendsprecherin der Mitarbeitervertretung (MAV) im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Saarlouis. Gemeinsam mit ihren Kollegen Sven Dolata und Sascha Hoen vertritt sie alle Mitarbeiter zwischen 16 und 25 Jahren – das sind in Saarlouis circa 120. „Dieser Personenkreis, oft Auszubildende, FSJler oder Praktikanten, haben andere Probleme als eine Pflegekraft, die schon zehn Jahre im Beruf steht“, erläutert Sonja Petit, die Vorsitzende der Gesamtmitarbeitervertretung der Marienhaus GmbH. Deswegen führte die MAV in Saarlouis 2005 erstmals Jugendwahlen durch. Vorgeschlagen werden und wählen dürfen alle Mitarbeiter, die zum Wahlzeitpunkt das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Gewählt werden die Jugendsprecher alle zwei Jahre. „Außer in Saarlouis gibt es noch im Marienhaus Klinikum Bendorf-Neuwied-Waldbreitbach und im Krankenhaus Hetzelstift in Neustadt an der Weinstraße eine Jugend- und Auszubildendenvertretung“, erklärt Sonja Petit. Aber auch in kleineren Einrichtungen der Trägerschaft dürften die Jugendlichen eine eigene Vertretung wählen. Christina Lauterborn, Sven Dolata und Sascha Hoen sind in Saarlouis seit April 2010 im Amt.

Ihre Aufgaben als Jugendsprecher sind vielfältig. Sie nehmen zum Beispiel an den regelmäßigen MAV-Sitzungen teil, um dort die Interessen der Jugendlichen zu vertreten. Unter anderem haben sie sich auf einer solchen Sitzung dafür eingesetzt, dass auch die jungen Mitarbeiter einen eigenen Spind erhalten oder dass die Zeit, die zum Umkleiden benötigt wird, als Arbeitszeit angerechnet wird. „Hauptsächlich fungieren wir aber als Ratgeber“, erklärt Sven Dolata. Der 24-Jährige hat vor zwei Jahren seine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger beendet und kann sich noch gut an die vielen Fragen und Probleme erinnern, die einem zu Beginn der Ausbildung begegnen – Arbeitszeiten, Jungendschutz, aber auch das Zurechtfinden in einem großen Krankenhaus mit seinen vielen Bereichen oder die Frage wie man sich einem Chefarzt gegenüber verhält? „Kommen neue junge Mitarbeiter in unser Haus, dann besuchen wir sie, um uns vorzustellen und unsere Hilfe anzubieten“, erläutert Christina Lauterborn. Gibt es zum Beispiel Schwierigkeiten zwischen einem Auszubildenden und einer Stationsleitung, dann „begleiten wir den Schüler und versuchen gemeinsam die Probleme zu lösen“, beschreibt sie weiter. Auch an den Praxisreflexionen der Auszubildenden nehmen die Jugendsprecher teil. Zum einen gibt das den Schülern mehr Sicherheit ihrem Vorgesetzten gegenüber und zum anderen erfährt die JAV so, wo es noch Verbesserungspotential für das Haus geben könnte. „Unsere Pflegedirektion ist daran sehr interessiert“, ist Sascha Hoen dankbar für die gute Zusammenarbeit mit dem Direktorium.

Der 25-Jährige Bürokaufmann wird bei der nächsten JAV-Wahl nicht mehr antreten dürfen. Er kann sich aber vorstellen, sich weiter in der MAV zu engagieren. „Somit ist die JAV auch unsere Nachwuchspflege“, freut sich Sonja Petit. Auch seine beiden Kollegen können sich eine weitere Mitarbeit vorstellen, „denn meine Beweggründe, mich in die JAV wählen zu lassen, haben sich ja nicht geändert“, erklärt Sven Dolata. Für die drei JAV-Mitglieder steht die Hilfe im Vordergrund, „aber auch, dass wir zur guten Entwicklung unseres Krankenhauses etwas mit beitragen können“, ergänzt Christina Lauterborn. Und sie haben viel gelernt als Jungendsprecher. So wurden die drei unter anderem bei einer Schulung fit gemacht im Arbeitsrecht und im Jugendschutzgesetz und sie lernten verschiedene Kommunikationstechniken kennen.

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